Die Einsätze: Es folgen nun die kurzen
Beschreibungen der absolvierten Übungen. Zu den Übungen rückten je nach
Situation einer der beiden "Löschzüge" aus. Bei größeren Einsätzen auch beide
zusammen.
Samstag:
- 14.30 Uhr Ölspur
in Assenheim
Ein Fahrzeug hatte in Assenheim zwischen Schule und Minimal Öl verlohren. Die Jugendfeuerwehr musste die Ölspur abstreuen, abkehren und das Ölbindemittel wieder aufnehmen. - 15.05 Uhr Verkehrsunfall in Kaichen
Ein
PKW war in einen Traktoranhänger gefahren. Der Fahrer lag verletzt im
Fahrzeug. Die Jugendfeuerwehr musste sich deshalb sowohl um die Rettung des
Verletzten kümmern, als auch die Unfallstelle gegen die Verkehr absichern.
Auch musste das Fahrzeug gegen einen möglichen Brand gesichert werden, was
durch bereitstellen von Pulver, Wasser und Schaum, sowie das Abklemmen der
Fahrzeugbatterie geschieht. - 16.55 Uhr
Vermuteter Brand in Kaichen
Das bei Einsätzen Situationen plötzlich
ganz und gar anders Ablaufen als man denkt, erfuhren die Jugendlichen bei
diesem Einsatz. Der vermutete Brand stellte sich als Fehlalarm heraus - dafür
wurde aber eine stark alkoholisierte Person im Gebüsch gefunden. Diese musste
gerettet und dem "Rettungsdienst" übergeben werden. - 18.04 Uhr Brand in Ilbenstadt
Als die Jugendfeuerwehr bei dem Brandobjekt eintraf, quoll bereits dichter
Rauch aus dem Gebäude ( einem alten Stall ). Die Angriffstrupps rüsteten sich
symbolisch mit Atemschutzgeräten aus, und wurden zur Brandbekämpfung in das
Gebäude vorgeschickt. In dem Gebäude stellte sich eine weitere Gefahr - nahe
dem Brandherd wurden mehrere Gasflaschen gefunden. Diese mussten, parallel zur
Brandbekämpfung, gekühlt und dann beseitigt werden. -
19.25 Uhr Gefahrguteinsatz in Assenheim
In einer Garage in Assenheim
waren mehrere Kanister und Behälter mit "gefährlichen Chemikalien"
ausgelaufen. Diese mussten von "Atemschutzgeräteträgern" der Jugendfeuerwehren
beseitigt werden. Ausserdem wurde ein Schaumangriff vorbereitet, falls sich
die brennbaren Chemikalien entzünden würden. - 21.30 Uhr Vermisste Person in
der Nähe von Wickstadt
Kurz vor der Nachtruhe kam ein weiterer Alarm.
Ein Jogger war abends nicht nach Hause gekommen und sollte nun von der
Jugendfeuerwehr gesucht werden. Die "Lieblingsstrecke" des Joggers war
bekannt, und so musste diese Strecke in der Nacht abgesucht werden. Später
stellte sich - wie auch oft in der Realität - heraus, dass die Person doch
wohlbehalten zu Hause angekommen war.
Sonntag:
- 02.45 Uhr Einsatz am Bunker in Ilbenstadt
Eine Person hatte sich auf dem Gelände des Ilbenstädter Bunkers verletzt und
musste von der Jugendfeuerwehr gerettet werden. -
06.45 Uhr Zweite Ölspur in Assenheim
Zum zweiten Mal hatte ein Fahrzeug
Öl in Assenheim verloren. Diesmal allerdings in größeren Dimensionen. Auch
drohte das "Öl" in die Kanalisation einzudringen. Deshalb musste nicht nur das
Öl gebunden werden, sondern auch die Kanaldeckel mit Dichtkissen abgedichtet
werden. - 07.45 Uhr Ertrinkende Person in
Bönstadt
Eine Person drohte in den Bönstädter Fischteichen zu
"ertrinken". Die Feuerwehr wurde zur Rettung der Person gerufen. Die
Jugendliche ließen ein Boot zu Wasser und brachten so die Ertrinkende Person
an Land. Mit vor Ort war die DLRG, die nach der Übung auf die richtigen
Techniken zur Rettung von Ertrinkenden hinwies. - 09.50 Uhr Verletzter Waldarbeiter bei Ilbenstadt
Bei Baumfällarbeiten hatte sich ein Waldarbeiter mit der Kettensäge ins Bein
gesägt. Seine Frau war ebenfalls an der Unfallstelle - einem Wäldchen zwischen
Ilbenstadt und Burg-Gräfenrode. Nachdem die alarmierte Jugendfeuerwehr den
Verletzten gefunden hatte, wurde die Wunde versorgt und die Person zum
anwesenden "Rettungsdienst" gebracht. Bei dieser Übung war ein
Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes anwesend, der nicht nur für eine
realistische Darstellung des Unfalls sorgte, sondern später noch wichtige
Tipps zum Umgang mit verletzten Personen gab. -
11.30 Uhr Fehlalarm
Auch Fehlalarme gehören zum Alltag jeder Feuerwehr.
So mussten auch unsere Jugendlichen zu einem angeblichen Feuer ausrücken, bei
dem es sich schon bei der Anfahrt herausstellte, das es sich um einen
Fehlalarm handelt. - 13.00 Uhr Brennendes Tennisheim in Bönstadt
Das Projekt wurde mit einer Abschlussübung beendet. Dazu sollten einige
Strohballen entzündet werden, was aufgrund der herrschenden Waldbrandgefahr
(Stufe 2) leider nicht möglich war. So wurde ein Brand an dem Tennisheim in
Bönstadt nur angenommen - aber auch dieser "Brand" wurde von der alarmierten
Jugendfeuerwehr genauso zügig bekämpft. Mit insgesamt 7 C-Rohren konnte der
Brand schnell gelöscht werden, und ein anliegender Gastank geschützt werden.
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