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Im Gottesdienst: Qualm aus dem Jugendraum
Jugendfeuerwehren aus Niddatal und Nieder-Wöllstadt übten gemeinsam an und in der Assenheimer katholischen Kirche
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Aufmerksame Zuhörer hatte Stadtbrandinspektor Bernd Reiter bei seiner »Manöverkritik«. Fotos: Dickenberger |
Niddatal/Wöllstadt (udo). Bei der gemeinsamen Übung der Jugendwehren aus Niddatal und Nieder-Wöllstadt war die angenommene Lage, dass in der Assenheimer katholischen Kirche ein Gottesdienst stattfand, während Jugendliche im Raum unter der Kirche zugange waren. Als unten durch leichtfertigen Umgang mit Streichhölzern und Zigaretten ein Feuer ausbrach, mussten die Gläubigen und die Jugendlichen in Sicherheit gebracht werden. Von vorn griff die Jugendfeuerwehr Assenheim an und benutzte den Hydranten, von links die Wehr aus Nieder-Wöllstadt, von rechts die aus Kaichen und von hinten die aus Bönstadt und Ilbenstadt.
Stadtbrandinspektor Bernd Reiter begrüßte das Publikum, erläuterte den Ablauf, ließ die Sirenen ertönen und simulierte mit einem Kracher den Knall einer zerberstenden Fensterscheibe. Endlich drang auch der von ihm dringend geforderte Rauch aus dem Jugendraum. Die Leitstelle sei unterdessen von einem aufmerksamen Nachbarn informiert worden, erläuterte er. Drei Minuten nach dem Alarm waren die ersten Martinshörner zu hören. Bei mittlerweile markanter Rauchentwicklung trafen die Feuerwehren ein und bauten ihren »Angriff« auf. Während Reiter noch die Notwendigkeit schnellen Vorgehens hervorhob, wurden 20 Minuten nach dem Alarm die Opfer geborgen, wobei eine Verletzte, die unbedingt ihren Hund retten wollte, entfloh und wieder eingefangen werden musste. Peter Calow simulierte gemeinsam mit DRK-Praktikantin Anna-Lena den Rettungswagen und versorgte drei Leichtverletzte und eine Patientin mit einer schweren Rauchvergiftung. Eine halbe Stunde nach dem Alarm verkündete der Stadtbrandinspektor das Ende der Übung. Jetzt begann allerdings der nächste wichtige Teil der Arbeit, nämlich das Reinigen und Ordnen des Werkzeugs. Außerdem musste das Wasser, das in die Kirche eingedrungen war, entfernt werden, denn am Abend sollte ein Gottesdienst gefeiert werden.
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Volle Konzentration war gefragt - auch wenn der Zeitungsfotograf kommt. |
Bei der Besprechung dankte der Stadtbrandinspektor allen Beteiligten, kommentierte den Ablauf der Ubung und bedauerte das Fehlen des Jugendrotkreuzes. Unter Vortäuschen von Atemschutz seien der Inneneinsatz zur Menschenrettung und gleichzeitig der Außenangriff zur Feuerbekämpfung erfolgt. Eine so komplexe Übung sei nur an einem großen Objekt wie der Kirche möglich. Mit der Übung sei er zufrieden, die Handgriffe hätten gesessen. Bürgermeister Hertel lobte anschließend den Einsatz der Jugendlichen und die Zusammenarbeit der Wehren.
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